Pädagogisches Konzept

Unsere Schule versteht sich als Gemeinschaft aller in ihr tätiger Personen, die einander achten und sich gegenseitig akzeptieren. Die Verhaltensweisen, die von verantwortungsvollen Mitbürgern unserer Gesellschaft erwartet werden, sollen hier im Alltag erlernt werden: friedliches und nach vernünftigen Regeln organisiertes Miteinander.

Dazu brauchen die Schülerinnen und Schüler neben dem Fachwissen auch Personalkompetenz, Sozialkompetenz, Kommunikationskompetenz und Methodenkompetenz. Um diese Fähigkeiten und Fertigkeiten einzuüben und zu trainieren, konzentriert sich die Schule auf folgende Schwerpunkte:

 

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Unsere Schwerpunkte 

stellen keine isolierten Einzelbausteine dar, sondern diese sind fächerübergreifend in den Unterricht integriert.

 

 

 

Unsere Schwerpunkte im Einzelnen:

 

1. Individualisierung

 

Das Ziel der Gemeinschaftsschulen ist es, alle Kinder und Jugendliche entsprechend ihrer Fähigkeiten und Begabungen so zu fördern, dass sie den für sie bestmöglichen Abschluss erreichen können.

Der Unterricht wird daher bei uns so gestaltet, dass er einerseits den unterschiedlichen gesellschaftlichen Anforderungen an Schule als auch einer heterogenen Schülerschaft gerecht werden kann.

Da die Bildungsstandards außer Fachwissen auch Kompetenzen wie soziale Fähigkeiten oder Problemlösefähigkeit einfordern, hat sich unsere Schule schon früh auf den Weg gemacht und entsprechende Zertifizierungen erworben, um als „Klippert -Schule“ oder „Werkstatt Individualisierung“ in entsprechenden Lernarrangements zu unterrichten. Diese sind schülergesteuert, das heißt die Schüler werden aktiv, wählen passende Aufgaben und präsentieren in Partner- und/oder Gruppenpräsentationen ihre Lernergebnisse. Diese Lernarrangements wirken stark motivierend und fördern das eigenverantwortliche Arbeiten.

Trotz dieser schülerzentrierten Individualisierung ist der Faktor Zeit ein wesentlicher: nicht jeder versteht einen Sachverhalt gleich schnell - es besteht die Gefahr, dass Langsamere abgehängt werden und Schnellere Leerlauf haben. Nicht immer ist es möglich, über die Hausaufgaben in der Schule erworbenes Wissen zu üben und zu vertiefen. Deshalb haben wir das Fach IL (Individuelle Lernzeit) in unseren Stundenplan aufgenommen, um durch individuell angepasstes Arbeitsmaterial unterschiedliche Lerntempi oder Wissenslücken ausgleichen zu können. Wir wollen also mit dieser Lernzeit, dass jedem Kind für seinen individuellen Lernfortschritt die erforderliche Lernzeit zugestanden wird.

Trainingseinheiten im Fach „Lernen lernen“ wie „Zeitmanagement“, „Sich auf Klassenarbeiten vorbereiten“ und „Lernen mit Plan“ unterstützen individuell die Verbesserung des Arbeitsverhaltens und bieten Strategien zur Selbstregulation beziehungsweise Selbststeuerung.

Schülerinnen und Schüler mit LRS werden bei uns in Kleingruppen schwerpunktmäßig mithilfe der FRESCH-Methode in ihrem persönlichen Lernprozess bezüglich des Lesens und Schreibens gefördert. Diese Förderung findet in einer 7. Stunde nach dem regulären Unterricht statt, damit keine Lernzeit innerhalb des Fachunterrichts verloren geht.

     

 

2. Medienbildung

 

Zu den Kompetenzen, über die die Heranwachsenden im Zuge der Entwicklung hin zur Informationsgesellschaft in unserer Gesellschaft außerdem unbedingt verfügen müssen, gehört der selbstbestimmte und eigenverantwortliche Umgang mit der heutigen Medienwelt. Es geht dabei sowohl um Kinder- und Jugendschutz als auch um die Grundlegung von Fähigkeiten, die die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft ermöglichen. Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen zur zielgerichteten Nutzung analoger und digitaler Medien nutzen SuS Medien als Informationsquelle, recherchieren und analysieren Informationen und verarbeiten sie weiter. Sie nutzen digitale Medien zur Kommunikation, lernen aber auch, mit diesen Medien kritisch umzugehen: Sie beschreiben, hinterfragen und ordnen Medienangebote reflektiert in ihrer Funktion, Wirkung und Bedeutung.

Um den Aufbau und Ausbau von Fach-, Methoden- und personalen Kompetenzen erfüllen zu können und somit den Ausbau der Selbstständigkeit zu unterstützen, müssen digitale Medien auch zur Unterstützung des Lernprozesses im Klassenraum bereitstehen.

Alle unsere Klassen- und Funktionsräume sind daher mit einem internetfähigen PC und einem Beamer ausgestattet. In vielen Funktionsräumen finden sich darüber hinaus auch interaktive Smartboards. Wir verfügen darüber hinaus über 2 voll ausgestatte PC-Räume und modernste Fachräume für die Naturwissenschaften. Diese mediale Ausstattung ist auch im Hinblick auf die Wahrung der Chancengleichheit für die Kinder, die zuhause nicht den PC und das Internet nutzen können, von Bedeutung.

Im Bereich Individualisierung von Unterricht setzen wir Medien in unterschiedlichen Unterrichts- und Sozialformen ein. Laptop und PC kommen im Unterricht als Unterstützung zum Einsatz, etwa bei Recherche, aber auch, um der Heterogenität der Schüler gerecht zu werden und individuelle Förderung umzusetzen. Somit kommt der medialen Ausstattung der Klassenräume und Funktionsräume eine Schlüsselstellung zu.

Nicht zuletzt ist die Berufsorientierung bei uns ein fest eingebauter Bestandteil des Schulkonzeptes. Der Einsatz digitaler Medien ist gerade zur Informationsbeschaffung in diesem sich sehr schnell wandelnden Bereich unerlässlich und Kenntnisse im Bereich der digitalen Medien in vielen Berufen Grundvoraussetzung für beruflichen Erfolg!

 

 

Beispiele für unsere Arbeit im Bereich Digitale Medien / Medienbildung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Leseförderung

 

Ohne die Fähigkeit zu lesen, greifen aber alle anderen Maßnahmen ins Leere. Die Friedrich-Schiller-Schule legt daher seit vielen Jahren einen besonderen Schwerpunkt auf die Leseförderung. Wir möchten den Kindern und Jugendlichen nicht nur die Lesefähigkeit, sondern auch das Interesse und die Freude an der Literatur vermitteln.

Dazu gehören: 

 

 

Leseförderung in allen Klassen:

Außerdem stellen wir ab Klassenstufe 5 in jeder Klasse unser Lieblingsbuch vor und lesen mindestens eine gemeinsame Lektüre pro Schuljahr. In zusätzlichen Förderstunden fördern wir leseschwache Schülerinnen und Schüler durch speziellen Unterricht, um ihre Anschlussfähigkeit zu gewährleisten. Zu unserer Unterrichtskonzeption gehört auch, dass die Lesefähigkeit als Schlüsselkompetenz in allen Fächern gefördert wird. Außerhalb des Unterrichts sind wir bemüht, die Schülerinnen und Schüler durch eine ansprechende Bibliothek mit ständig erweitertem Bücherprogramm zum Lesen zu animieren und einen anregenden „Lese- und Lernort“ zu bieten.

 

 

4. Selbstständigkeit

 

Indem die Lehrerinnen und Lehrer dieser Schule die Kompetenzen Personalkompetenz, Sozialkompetenz, Kommunikationskompetenz und Methodenkompetenz einüben und trainieren, fordern und fördern sie die Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler: Sie sind es, die in großem Maße aktiv sind: Sie recherchieren, stellen Lernprodukte wie Folien und Plakate her und präsentieren ihre Lern-Ergebnisse.

Das Lernen erfolgt über möglichst viele Kanäle, also auditiv, visuell, haptisch etc. Durch Partner- und Gruppenarbeitsphasen wird die Kommunikation und Kooperation zwischen den Schülerinnen und Schülern aufgebaut.

Dazu werden viele aktivierende Unterrichtsmethoden wie Lernspiralen, Wochenplanarbeit, Stationenlernen oder eine breite Fächerung von individualisierenden Themenzugängen eingesetzt, damit die unterschiedlichen Stärken unserer Schülerinnen und Schüler genutzt werden können.

 

Erziehung zur Selbstständigkeit durch Beteiligung

* Schülervertretung

* Klassenrat

* Schüler helfen Schülern

* Medienscouts

* Schülermediatoren

 

In den Klassenstufen 5 und 6 wird zudem das Fach "Lernen lernen" unterrichtet. Durch das systematische und nachhaltige Erlernen von Arbeitsmethoden (Gedichte lernen, Lesemethode Textknacker, Texte markieren und strukturieren, Hefte ordentlich führen, recherchieren etc.), Einführung in die Gruppenarbeit (mit anderen zusammenarbeiten, sich wechselseitig helfen …), Präsentationstechniken (erzählen, Referate halten, Powerpoint-Präsentationen, Feedback geben und nehmen …) in den Klassen 5, 6 und 7 lernen die Schülerinnen und Schüler Wege des Problemlösens kennen, mit deren Hilfe sie ein Ziel schneller oder überhaupt erst erreichen können.

 

 

5. Berufsorientierung

 

Die Berufsorientierung gehört zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule und ist Teil der schulischen Allgemeinbildung. Schülerinnen und Schüler sollten frühzeitig auf die Erwachsenenwelt, insbesondere auf das Arbeitsleben vorbereitet werden, da der nahtlose Übergang von der Schule in den Beruf längst nicht allen Jugendlichen gelingt.

Eine frühzeitige Berufsorientierung und die Förderung berufsübergreifender Schlüsselkompetenzen sind daher für einen gelungenen Weg in die Berufswelt unerlässlich. Auch die Mitarbeit von Unternehmen und Akteuren der Berufsorientierung ist gefragt.

Die Gemeinschaftsschule Heusweiler möchte ihren Schülerinnen und Schülern daher nicht nur einen guten Schulabschluss ermöglichen, sondern sie auch auf das zukünftige Berufsleben vorbereiten. Zur Erleichterung des Übergangs zwischen Schule und Beruf haben wir ein eigenes Konzept zur Berufsorientierung entwickelt. Dieses Konzept beschränkt sich nicht nur auf die Fächern Arbeitslehre und Beruf und Wirtschaft, sondern bezieht auch fast alle anderen Fächer, wie z.B. auch Deutsch, GW, NW und TeKo mit ein.

 

Die konkreten Vorteile und Chancen für Ihre Kinder durch die Berufsorientierung der Friedrich-Schiller-Schule sind:

 Durch die Kooperation mit Firmen und der Handwerkskammern werden die Schülerinnen und Schüler mit dem Berufsleben bekannt gemacht. Mehrwöchige Betriebspraktika sowie das Berufsorientierungsprogramm der Handwerkskammer des Saarlandes und der wöchentliche „Berufsorientierte Tag“ in der Abschlussklasse ergänzen dieses Konzept.

 

Projekt ANSCHLUSS DIREKT

Anschluss Direkt unterstützt motivierte und ausbildungsreife Jugendliche direkt nach ihrem Hauptschulabschluss ohne Umwege eine duale Ausbildung zu beginnen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten professionelle Unterstützung im Rahmen der beruflichen Orientierung, der Berufswahl und der Ausbildungsplatzsuche. Die Zielgruppe des Projektes sind Schülerinnen und Schüler der 9. Klassenstufe, die voraussichtlich einen durchschnittlichen bis guten Hauptschuabschluss erreichen werden.

 

Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie unter folgenden Links:

Christian Martin, Berufsberater

IHK Anschluss direkt Ausbildungscoaching

 

 

 

Zur genaueren Übersicht über das Berufsorientierungsprogramm sei auf das Konzept der Berufsorientierung verwiesen.